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Perspektive Mensch.
Zukunft.Chance.Arbeitswelt
Alle vier Jahre veranstaltet die BAG:WfbM einen bundesweiten Kongreß. Er soll programmatisch und richtungsweisend sein. Vom 24. bis 26. September 2008 fand der Werkstätten:Tag 2008 in Bremen statt. Zur Bedeutung dieser Veranstaltung sagte der BAG:WfbM-Vorsitzende Günter Mosen:
"Der Werkstätten:Tag muß zeigen, welche Fortschritte für eine Bevölkerungsgruppe möglich sind, die lebenslang auf Solidarität und Zuwendung durch die Gesellschaft angewiesen ist. Der Werkstätten:Tag soll beweisen, daß in der Bundesrepublik nicht das Unrecht des Stärkeren gilt, sondern soziale Gerechtigkeit durchsetzbar ist, wenn sich Politik, Wirtschaft, Kostenträger und Einrichtungsträger konsequent auf die Seite der Menschen stellen, die der Assistenz und Unterstützung bedürfen."
In Bremen nahmen 2.500 Kongreßbesucher am Werkstätten:Tag 2008 teil. Der Kongreß stand unter dem Motto:
Perspektive Mensch: Zukunft - Chance - Arbeitswelt.
 | | Günter Mosen, der BAG:WfbM-Vorsitzende |  |
Dabei kamen unterschiedlichste Gäste in den AWD Dome: Werkstattleitungen, Fachkräfte der Einrichtungen, Vertreter der Werkstattbeschäftigten sowie Gäste aus der Europäischen Union. Dazu begleiteten auch zahlreiche Repräsentanten und Ehrengäste der Bundesebene, der sozialen Verbände, aber auch aus der Bremischen Wirtschaft und Politik den Kongreß.
Der Werkstätten:Tag 2008 hat mit seinen 2.500 Besuchern die Teilnehmerzahl von Erfurt aus dem Jahr 2004 überboten. Er ist damit seinem Ruf als größter Bundeskongreß der Werkstätten gerecht geworden.
Bundespräsident Horst Köhler war Schirmherr
 | Bundespräsident Horst Köhler (Foto: Guido Bergmann) | |
Der Bundespräsident schrieb dem BAG:WfbM-Vorsitzenden Günter Mosen: "Die Werkstätten leisten wertvolle Arbeit. Neben der Integration in den Arbeitsmarkt und individueller Teilhabe am Arbeitsleben geben diese speziellen Werkstätten einem benachteiligten Personenkreis einen sinnvollen und auch produktiven Tagesinhalt sowie Schutz, soziale Teilhabe und menschliche Kontakte. Ich bin deshalb gern bereit, die Schirmherrschaft über den Werkstätten:Tag zu übernehmen."
Es ist immer die persönliche Entscheidung des Bundespräsidenten, ob er eine Schirmherrschaft übernimmt. Damit soll das besondere Interesse des Staates an einer Organisation, Initiative oder Veranstaltung zum Ausdruck gebracht werden. Die Bedeutung des Ereignisses bzw. der Organisation wird dadurch besonders hervorgehoben. Eine Schirmherrschaft des Bundespräsidenten kommt dabei nur in Betracht, wenn die Veranstaltung eine positive Wirkung für das ganze Land hat.
 | | Steffen Fischer, Integra gGmbH |  |
Es ist für die von uns vertretene Bevölkerungsgruppe, die ihrer körperlichen, kognitiven und seelischen Beeinträchtigungen wegen einer besonderen Form der Teilhabe am Arbeitsleben bedarf, ein wichtiges Zeichen, wenn sich der erste Repräsentant des Staates persönlich um ihre Belange kümmert. Das greift die politische Bereitschaft auf, die im Dezember 1974 mit dem Beschluß des Deutschen Bundestages über die Werkstattkonzeption begonnen hatte, und setzt die kontinuierliche Hilfsbereitschaft der Bundespräsidenten fort, für diese Bevölkerungsgruppe eine wichtige Integrationsfigur zu sein.
Die Vize-Präsidentin des EU-Parlaments kam
 | Mechtild Rothe, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments
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Die Vize-Präsidentin des EU-Parlaments, Mechtild Rothe, unterstrich durch ihre Teilnahme die internationale Bedeutung der Veranstaltung. In ihrem Vortrag wies sie auf die Chancen zur Integration behinderter Menschen hin, die sich durch die Europäische Union auftun. Dabei unterstrich sie auch die wichtige Rolle, die Werkstätten in diesem Prozeß spielen.
Werkstätten sind ein Ort, an dem Menschen, die wegen ihrer Behinderung nicht, noch nicht oder noch nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt erwerbstätig sein können, die Möglichkeit erhalten, am Leben in der Gemeinschaft teilzuhaben. Hier finden sie ein Arbeitsangebot. Daß es gesetzlicher Wille ist, diesen Menschen in den Werkstätten auch die Entwicklung ihrer Persönlichkeit zu ermöglichen, steht der Bundesrepublik gut zu Gesicht. Für einen bestimmten und nach politischem Willen genau definierten Personenkreis sind die Werkstätten ganz einfach das richtige Angebot. Für diese Menschen sind die Mitglieder und ihre Bundesarbeitsgemeinschaft da und wollen es auch sein.
Werkstätten haben in der Vergangenheit Menschen gefördert, denen man sogar eine Bildungsfähigkeit abgesprochen hatte. Das Ergebnis gibt uns recht: Heute fordern die Werkstattbeschäftigten ihr Recht ein, nicht nur mitzuwirken, sondern mitzubestimmen. Deshalb bildeten die Werkstatträte und ihre Arbeit einen der Schwerpunkte des Werkstätten:Tages 2008.
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