Internetauftritt BAG:WfbM Bremer Stadtmusikanten
Werkstätten:Tag 2008 Nuernberg, Messe Nuernberg
Bremen 24. - 29.9.2008 Perspektive Mensch. Zukunft.Chance.Arbeitswelt
Programm
1. Kongreßtag - Programm
8:00 Anmeldung und Ausgabe der Kongreßunterlagen im AWD-Dome Bremen. Einlaß in die Kongreßhalle.
10:30 Eröffnung und Begrüßung
Bernhard Sackarendt, stellvertretender Vorsitzender der BAG:WfbM
11:45 „Perspektive:Mensch – Zukunft · Chance · Arbeitswelt“
Günter Mosen, Vorsitzender der BAG:WfbM
12:30 Mittagspause
14:00 Ethik - Erfolgsfaktor für unternehmerisches Handeln“
Prof. Dr. Norbert Walter, Chefvolkswirt der Deutsche Bank Gruppe
15:00 „Unternimm die Zukunft. Das bedingungslose Grundeinkommen“
Prof. Götz Werner, Vorsitzender der Geschäftsführung der dm-drogerie markt
16:45 „Verantwortung zeigen - Beschäftigung gestalten – Teilhabe sichern“
Olaf Scholz, Bundesminister für Arbeit und Soziales
17:30 Ende des ersten Kongreßtages

Der Abend steht den Teilnehmern zur freien Verfügung. Die schönen Seiten der Hansestadt Bremen selbst kennenlernen.
2. Kongreßtag - Arbeitsgruppenarbeit in sechs Themenfeldern
AG 1 Agentur für alle – Teilhabe und Beschäftigung für differenzierte Personengruppen
Ort: Universität Bremen
ab 9:00 Arbeitsgruppen

Günter Mosen, Vorsitzende der BAG:WfbM
Die Arbeitsverhältnisse in Deutschland unterliegen einem grundsätzlichen Wandel. Das sogenannte Normalarbeitsverhältnis gibt es nicht mehr. Immer mehr Menschen arbeiten in Teilzeit, Patch-Work oder öffentlich geförderten Beschäftigungsverhältnissen. Besonders Jugendliche ohne berufliche Qualifikation, ältere Arbeitssuchende und Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf sind auf individuell abgestimmte Förderstrategien angewiesen. Durch die Bündelung der einzelnen Förderinstrumente zu einem umfassenden Konzept, können Werkstätten als zentraler Kooperationspartner hervortreten.

Die Referenten des Themenbereiches greifen den fachpolitischen Diskurs auf Bundesebene auf und entwickeln ihn weiter. Erörtert werden Eckpunkte für einen differenzierten Beschäftigungsmarkt. Welchen sinnvollen Beitrag können Werkstätten künftig für bestimmte Zielgruppen erbringen? Experten aus Wissenschaft und Praxis richten den Blick auf politische Rahmenbedingungen und konzeptionelle Erfordernisse.

AG 2 Berufliche Bildung und Qualität der pädagogischen Förderung
Ort: Universität Bremen
ab 9:00 Arbeitsgruppen

Annelie Lohs, stellv. Vorsitzende der BAG:WfbM
Die pädagogische Arbeit in der Werkstatt bewährt sich seit Jahrzehnten. Doch der Ruf nach Transparenz der berufsfördernden Angebote wächst. Diese soll auch durch Bildungsstandards erreicht werden. Doch ist die Vereinheitlichung angesichts der Heterogenität der Personengruppen überhaupt sinnvoll? Wie soll die Qualität pädagogischer Arbeit gemessen werden? Läßt sich Individualität und Bedarfsorientierung durch Standards erreichen? Ist die berufliche Qualifizierung in der Werkstatt quantiizierbar?

In diesem Themenfeld diskutieren Bildungsexperten, welche Entwicklungen notwendig sind, um die Qualität von personenzentrierten Teilhabeleistungen zu steigern. Ein besonderes Augenmerk gilt der Qualifizierung der Fachkräfte zur Arbeits- und Berufsförderung. Weitere Arbeitsgruppen werden auch die Unterstützungsleistungen für älter werdende Menschen in den Werkstätten erörtern.

AG 3 Zukunft der wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen
Ort: Universität Bremen
ab 9:00 Arbeitsgruppen

Bernhard Sackarendt, stellv. Vorsitzender der BAG:WfbM
Im Mittelpunkt dieses Themenfeldes stehen individuelle Wege ins Arbeitsleben für Werkstattbeschäftigte. In den letzten zehn Jahren sind bundesweit mehr als 40 Modellprojekte durchgeführt worden, um angepaßte Beschäftigungsverhältnisse zu erproben. „Virtuelle Werkstatt“, „Außenarbeitsplatz“, „Budget für Arbeit“ oder „Betriebsintegrierte Arbeit“ sind nur einige Beispiele der Vielfalt rund um Werkstattarbeitsplätze. Doch wie deiniert sich der „richtige“ Arbeitsplatz mit Blick auf Behinderung, Bedarf und Bedürfnis?

Welche Hemmnisse bergen diese Beschäftigungsformen? Was kann das Persönliche Budget leisten, um die Beschäftigungsformen in der Werkstatt zu flexibilisieren? Ist das „Arbeitgebermodell“ für Werkstattbeschäftigte durchsetzbar? Welche Änderungen ergeben sich für die Arbeits- und Personalplanung der Werkstatt? Welche Auswirkung hat der Paradigmenwechsel auf das Leistungs- und Steuerrecht?

AG 4 Non-Profit-Marketing und Öffentlichkeitsarbeit
Ort: Universität Bremen
ab 9:00 Arbeitsgruppen

Wilfried Hautop, Vorsitzender der LAG WfbM Bremen
Moderne Marketingkonzepte zielen bewußt auf Imagepflege und langfristig positive Effekte. Soziale Einrichtungen sind auf öffentliche Mittel und daher auf ein positives Bild angewiesen. Doch wie bewirbt man das Gemeinwohl? Welche Strategien fördern den Verkauf von gemeinnützigen Dienstleistungen? Wie werden Sponsoring und professionelle Spendenwerbung durchgeführt? Medienprofis und Kommunikationswissenschaftler diskutieren über neue Netzwerke für Werkstätten und ihre Leistungen.

AG 5 Werkstatträte:Tag 2008
Ort: Congress Centrum Bremen
ab 9:00 Arbeitsgruppen

Bernd Conrad, stellv. Vorsitzender der BAG:WfbM
„Wir gestalten mit! Ein qualifizierter Werkstattrat ist ein starker Partner“. Die Beschäftigten und ihre Vertretungen besprechen, wie Mitwirkung in der Werkstatt möglich wird. Auf „gleicher Augenhöhe“ mit der Werkstattleitung – wie geht das? Was sollte eine Vertrauensperson für den Werkstattrat tun? Wie wollen Werkstattbeschäftigte in Zukunft arbeiten? Werkstatträte diskutieren als Experten in eigener Sache.

AG 6 Europa:Tag 2008
Ort: Auswandererhaus Bremerhaven
8:30 Transfer nach Bremerhaven zum Tagungsort. Abfahrt am Hauptbahnhof Bremen.
9:30 Eröffnung und Begrüßung

Ralf Hagemeier, stellvertretender Vorsitzender der BAG:WfbM
In der Europäischen Union leben 45 Millionen Menschen mit Behinderungen. Die meisten von ihnen sind ohne Beschäftigung. Die Arbeitslosigkeit benachteiligter Personen zu bekämpfen, ist ein Hauptanliegen der EU. Das Themenfeld stellt die Beschäftigungsmodelle in Europa vor. Welche Länder haben den Werkstätten vergleichbare Einrichtungen? Ist Teilhabe am Arbeitsleben abhängig von Art und Schwere der Behinderung? Fachleute aus der Europäischen Kommission sowie Experten aus zehn europäischen Nachbarstaaten geben Einblicke in Mögliches und Machbares. Die Arbeitsgruppen behandeln aktuelle sozial- und arbeitsmarktpolitische Themen.

16:30 Rückfahrt nach Bremen
18:30 Abendbuffet im Festzelt Bürgerweide, anschließend Tanz bis in den späten Abend.
Squeeze – Die Band des Nordens sorgt für Stimmung
18:30 Abendbuffet, anschließend Stadtmusikantenabend im Congress Centrum Bremen
Wer braucht Humor. Pago Balke bietet Texte und Musik von Georg Kreissler, Georg Paulmichl u. a. dar
3. Kongreßtag - Programm
9:45 Beginn dritter Kongreßtag
10:00 „Mensch zwischen Würde und (Rechts-) Anspruch“
Prof. Dr. Dr. Paul Kirchhof, Bundesverfassungsrichter a. D., Direktor des Instituts für Finanz- und Steuerrecht, Heidelberg

„Hand in Hand den sozialen Fortschritt in Europa gestalten“
Mechtild Rothe, Vize-Präsidentin des Europäischen Parlaments

„Beschäftigung mit System – der Soziale Arbeitsmarkt“
Günter Mosen, Vorsitzender der BAG:WfbM
12:30 Musikalischer Ausklang des Werkstätten:Tages 2008 in Bremen